Würzburger Forum für Flötenpädagogik

Das Würzburger Forum für Flötenpädagogik ist der Zusammenschluss von Dozenten des Faches Methodik / Didaktik Flöte an deutschsprachigen Musikhochschulen. Gegründet wurde es auf Initiative der 1.Vorsitzenden der Deutschen Gesellschaft für Flöte e.V. Ruth Wentorf in Zusammenarbeit mit der Hochschule für Musik Würzburg. Die Teilnehmer treffen sich zu regelmäßigen Arbeitssitzungen in der Hochschule für Musik Würzburg, um sich über die spezifischen Fragen des Faches auszutauschen. Ein Ziel des Würzburger Forums für Flötenpädagogik ist, Materialien für den Unterricht zu erarbeiten und sie den Flötenpädagogen zugänglich zu machen. Als Verteiler dient hierfür die Zeitschrift Flöte aktuell sowie ein spezieller Button auf der Website der Deutschen Gesellschaft für Flöte e.V.

 

Der Bachelor/Master Studiengang

im Fach Musikpädagogik/Instrumentaldidaktik

Ziel der Empfehlungen des Würzburger Forums für Flötenpädagogik zu einem Bachelor/Master Studiengang im Fach Musikpädagogik/Instrumentaldidaktik ist die Bildung einer künstlerisch-pädagogischen Persönlichkeit. In der Eignungsprüfung sollen somit sowohl künstlerische als auch pädagogische Qualitäten berücksichtigt werden.

 

Anregungen zum Studienplan:

Die flötistisch fundierte Ausbildung soll gewährleistet sein mit 2 Wochenstunden über die Dauer des gesamten Studiums.

Zur Methodik/Didaktik des Flötenunterrichtes:

Eine Einführung in Methodik/Didaktik des Flötenunterrichts soll zu Beginn des Studiums verpflichtend für alle sein.Eine Hospitation in verschiedenen Fächern an der jeweiligen Hochschule für Musik soll verpflichtend sein.

Eine Hospitation in verschiedenen Fächern an der jeweiligen Hochschule für Musik soll verpflichtend sein.

Im Wahlpflichtmodul instrumentale Musikpädagogik kommt ein Praktikum an einer Musikschule hinzu.

Eine Ausgewogenheit zwischen künstlerischem und methodischem Unterricht soll von Beginn des Studiums an gewährleistet sein.

Die Koppelung instrumentaler Lehrbefähigung und gleichzeitig der Lehrbefähigung für Ensemble und Klassenmusizieren (auch an allgemein bildenden Schulen) soll ermöglicht werden.

Zur Intensivierung und Ergänzung des Methodik-Unterrichts werden folgende Fächer empfohlen:

Körperarbeit (Atmung, Bewegung, Körperdisposition, Stimmbildung)

Aufführungspraxis Alte Musik (historische Instrumente, historischer Tanz etc.)

Aufführungspraxis Neue Musik (Neue Spieltechniken, Notation etc.)

Improvisation

Arrangieren und elementares Komponieren

Unterrichtspraktisches Klavierspielen

Jazz und Popularmusik

Ensemblespiel (symphonisches Blasorchester, Big Band, Bläserklasse)

Konzertpädagogik, Musikvermittlung

Berufskunde, Management

Unterrichtspraxis

Den Studierenden sollen Hospitationen und Lehrpraxis in verschiedenen Bereichen ermöglicht werden:

Flötenunterricht mit Anfängern und Fortgeschrittenen

Gruppenunterricht

Kammermusik, Ensembleunterricht, Bläserklassen, Kennen lernen verschiedener Kooperationsmodelle

Unterricht mit Schülern/innen verschiedener Altersstufen.

Inhalte des Faches Didaktik/Methodik:

Im Mittelpunkt des Faches stehen Information und Übungen zu den verschiedenen Bereichen des Flötenunterrichtes und der Musizierpraxis.

Praktische Aufarbeitung und Vernetzung von Inhalten der Musiktheorie, der Musikpädagogik und des Hauptfachunterrichts

Physiologische Grundlagen des Instrumentalspiels aus der Perspektive Querflöte*

Didaktik und Methodik des Flötenunterrichts mit verschiedenen Altersgruppen

Einbeziehung der Inhalte der Elementaren Musikpädagogik im Flötenunterricht

Literatur verschiedener Epochen für Anfänger und Fortgeschrittene aus didaktischer Sicht*

Interpretation- und Aufführungspraxis aus didaktischer Perspektive*

Planung, Durchführung und Reflexion von Einzel-, Gruppen- und Klassenunterricht*

Didaktisch- methodische Fachliteratur, historische und moderne Flötenschulen*

Geschichte und Charakteristika der Querflöte.* (Flöteninstrumente aus aller Welt und ihre Musik

Flöte im Jazz, Rock, Pop

Anregungen zur Improvisation

Die mit * versehenden Inhalte sind den Empfehlungen der ALMS (Arbeitskreis der Leitenden musikpädagogischer Studiengänge) vom Juni 2005 (www.alms-musik.de) entnommen.