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Flöte aktuell 3.2006 (1/2)

Vorwort

Liebe Leserinnen und Leser,

Jürgen Franz die heutige Zeit und gerade der momentan mainstream geformte Musikbetrieb fordern von vielen ausübenden Musikern oder deren Managern Überlegungen, etwas "ganz Neues" machen zu müssen. Der Eventcharakter von Konzerten nimmt in solchem Maß zu, dass man auf den Gedanken kommen könnte, die musikalische Aussage eines Konzertes allein steht nicht mehr im Vordergrund. Wenn man sich den Gedanken aber von einer anderen Seite betrachtet, könnte man sich die Frage stellen ob die "zuhörenden Zuschauer" oder die "zuschauenden Zuhörer" ein auf sich selbst basierendes Konzertprogramm noch bewusst erleben können. Hier liegen unter anderem große Versäumnisse und vielleicht auch eine gewollte Unnahbarkeit des Musikbetriebes der letzen 30 Jahre vor. Den Auswirkungen wie ein vielerorts überaltertes Konzertpublikum oder ein Desinteresse bei Jugendlichen muss jetzt Rechnung getragen werden.

Education Projekte sind aus vielen Orchestern nicht mehr wegzudenken und auch die musikpädagogische Arbeit in den Musikschulen darf ihren wichtigen Stellenwert nicht unterschätzen, um die neuen Generationen eines musikinteressierten Publikums zu entwickeln.

Prominente Orchester, wie z. B. die Berliner Philharmoniker, haben es in der Regel leichter, Kinder und Jugendliche, anzusprechen als es z. B. eine Musikschule oder ein Verein wie etwa die DGfF kann. Wir freuen uns daher sehr, im nächsten Jahr das Flötenfestival mit den Berliner Philharmonikern durchführen und gestalten zu können. Hier haben wir die Möglichkeit, Kammermusikwerke mit internationalen Flötisten und den Mitgliedern der Berliner Philharmoniker hören zu können. Mit diesem Konzept bieten wir ein musikalisch interessantes und niveauvolles Programm. Die Qualität und der dadurch entstehende Vorbildcharakter ist für die DGfF ein wichtiger Beitrag für ein musikinteressiertes Publikum, sowie für alle Liebhaber der Flöte. Wir freuen uns, wenn sie ihren Freunden, Schülern oder auch Lehrern davon berichten, um sie alle in Berlin zum Flötenfestival begrüßen zudürfen.

Ab dieser Ausgabe von Flöte aktuell gibt es eine neue Kolumne für Pädagogen von der holländischen Flötistin Wieke Karsten. Artikel über Charles Griffes' Poem sowie über Erfindungen von Theobald Böhm, die nichts mit der Flöte zu tun haben, runden das Spektrum rund um die Flöte ab.

Viel Spaß beim Lesen dieser Ausgabe

Jürgen Franz

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aktualisiert am Samstag, 22. Mär. 2008 um 17:39:44 CET

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