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Flöte aktuell 2.2004

Flöten Festival Hamburg 2004 - Teil 1

Eröffnungsrede am 26. März 2004 des Präsidenten der
Hochschule für Musik und Theater Hamburg

Prof. Dr. Hermann Rauhe

Prof. Dr. Hermann Rauhe

Meine sehr verehrten Damen und Herren, es ist eine ganz besondere Freude für mich als Hausherr - als Präsident dieser Hochschule - Sie heute zu begrüßen. Es hat verschiedene Gründe, daß es ein besonderes Ereignis für mich ist.

Erstens ist es der letzte offizielle Auftritt für mich als Präsident, weil ich in wenigen Tagen in den Ruhestand gehe.
Und ich freue mich sehr, daß sich der Bogen meiner Tätigkeit nicht nur als Präsident seit 26 Jahren - Sie kennen den Rekord in Europa - sondern auch als Professor schließt, denn eines der ersten Ereignisse, die ich Anfang der 60er Jahre als Professor dieser Hochschule erleben durfte, war ein Meisterkurs für Flöte mit Aurèle Nicolet, den ich ganz besonders herzlich begrüße.

Und auch dieses erste Ereignis hatte für mich eine doppelte Bedeutung, nicht nur als ziemlich neuer Professor, sondern weil meine Frau Flötistin ist. Und meine Frau hat als Schülerin von Ingrid Koch, die ich auch herzlich begrüße, an diesem Meisterkurs teilgenommen. Meine Frau hat mich geheiratet als Begleiter - nicht nur der "trock'nen Blumen" von Schubert sondern auch schwierigerer Sachen - und es hat mir immer viel Freude bereitet. Ich weiß, daß ich die Erwartungen meiner Frau nicht erfüllt habe, spätestens nicht mehr seit ich hier 1978 Präsident wurde. EröffnungskonzertDas Eröffnungskonzert der südamerikanischen MusikerAber mein Herz schlägt für die Flöte, das werden Sie verstehen, ich liebe dieses Instrument in den verschiedenen Ausprägungen und ich freue mich, daß dieser Kongreß selber eine historische und eine internationale Dimension hat. Beides Dinge, meine Damen und Herren, die heute gerade in Hamburg eine Rolle spielen. Sie haben sicher den Medien entnommen, daß jetzt zur selben Zeit ein großes internationales Symposion stattfindet mit Henry Kissinger und Fritz Stern und anderen Persönlichkeiten zu Ehren unseres ehemaligen Bundeskanzlers, Staatsmanns und Musikers Helmut Schmidt. Ich komme direkt daher, ich durfte wenigstens die ersten Vorträge erleben, vor allen Dingen das wie immer grandiose Statement von Helmut Schmidt, der betonte, wie wichtig das internationale und supranationale Denken ist in unserer globalisierten Welt und wie wichtig das historische Bewußtsein ist. Meine Damen und Herren, beides - und das finde ich so großartig - ist in diesem Kongreß vereint. Ich gratuliere der Gesellschaft und den Programmgestaltern, die dieses großartige Programm zusammengestellt haben, das ja lebt von der Verbindung von Konzerten und Workshops, Ausstellungen, Referaten - diese Mischung macht es ja. Und es ist - ich möchte mich nicht wiederholen - ein wunderschöner, eigentlich der schönste, Ausklang meiner Amtszeit, die sehr intensiv war und immer intensiver wurde. Ich möchte allen denjenigen danken, die dieses Ereignis, Jürgen Franz, Dieter Göltl und Matthias VeitJürgen Franz, Dieter Göltl und Matthias Veit dieses Festival geplant und vorbereitet haben und organisatorisch und künstlerisch durchführen. Ich danke sehr herzlich den Referenten und Solisten, die ohne Gage hier mitwirken, sonst wäre das gar nicht möglich gewesen, wäre gar nicht finanzierbar gewesen. Ich bedanke mich bei allen Mitwirkenden und wünsche diesem Festival einen besonders erfolgreichen Verlauf und verabschiede mich damit auch als Präsident offiziell von einer 26jährigen Tätigkeit und als Professor von einer über 40jährigen Tätigkeit und Sie werden verstehen, daß das etwas ist, was mein Herz besonders bewegt. Danke schön.

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aktualisiert am Mittwoch, 29. Nov. 2006 um 12:35:10 CET

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