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Flöte aktuell 2.2001

Mal heiter, mal schräg, Seite 6

Neue gekonnte Flötentöne beim 7. Flöten Festival Frankfurt vom 23. bis 25. März 2001

Nach diesem eindrucksvollen Konzertnachmittag ging es, begleitet von stürmischem Applaus, nun über zur offiziellen Verleihung der Ehrenmitgliedschaft der Deutschen Gesellschaft für Flöte für Konrad Hünteler. In seiner launigen Laudatio ging Moshe Epstein, der Konrad Hünteler bei seiner ersten Begegnung im Kostüm Friedrichs des Großen auf einer Amerikatournee kennenlernte, darauf ein, daß der Geehrte den Standard des Traversflötenspiels sehr hoch gesetzt hat und, salopp ausgedrückt, alle Flöten beherrscht, "egal, wie viele Löcher und Klappen sie haben". Als 2. Vorsitzende der Gesellschaft verlieh Ruth Wentorf sodann die offizielle Urkunde der Deutschen Gesellschaft für Flöte, verbunden mit den besten Wünschen und großem Dank. Konrad Hünteler war in seiner bescheidenen, sympathischen Art äußerst gerührt und sagte, er freue sich "wahnsinnig" über diese große Ehre und bedankte sich mit einer Zugabe von Guillemain, einen Satz in E­Dur, "passend" zu seiner Stimmung, wie er sagte.

Den Abschluss des diesjährigen Festivals bildeten schließlich die Preisverleihung und das Preisträgerkonzert des 2. Internationalen Wettbewerbs "Composition ∓mp; Interpretation" der Deutschen Gesellschaft für Flöte. Vorweg bemerkt wäre es in Zukunft sicher besser, dieses wichtige Ereignis des Festivals zu einem früheren Zeitpunkt in der Konzertabfolge stattfinden zu lassen, da sehr viele Besucherinnen und Besucher doch schon abgereist waren, und sich nur eine kleine Schar ganz ausdauernder Flötistinnen und Flötisten einfand.

Zunächst gaben Robert Aitken (Vorsitzender der Jury) und Ruth Wentorf die Preise bekannt: ein 2. Preis ging an das Stück "Der sonnenhelle Weg" für Flöte, Violoncello und Klavier von Gerd Hannes Noack, ebenso einen 2. Preis erhielt Jamalia Jazylbekova für ihre Komposition "Nyr" für Flöte solo, ein 3. Preis ging an Chiang­Chiang Liu für das Duo "Starren" für Flöte und Klavier, ein weiterer 3. Preis ging an Alistair Zaluda für seine Komposition "fault lines" für Baßflöte, Viola und Violoncello. Die Komponisten teilten sich die Preise mit der Flötistin Eva­Maria Trockner (2. Preis "Der sonnenhelle Weg"), dem Flötisten Erik Drescher (2. und 3. Preis "Nyr" und "fault lines") sowie der Flötistin Chia­Hsuan Tsai (3. Preis "Starren").

Der Flötist Erik Drescher stellte die Komposition "Nyr" beeindruckend und engagiert vor, ein Stück, das mit vielen der modernen Spieltechniken wie Multiphonics, Klappenschlagen etc. glänzen kann. Bei der anschließenden Wiedergabe von "Der sonnenhelle Weg", ein Werk, das sich aus einer einzelnen Oktave zu Beginn über Violoncello Glissandi und perlende Kaskaden im Klavier immer komplexer entwickelt, boten Eva­Maria Tockner, Flöte, Chih­Ching Hisang, Klavier, und Jan Zdansky,Violoncello, eine ebenso engagierte wie überzeugende Leistung.

Es sei an dieser Stelle auch noch einmal ausdrücklich den Firmen und Institutionen gedankt, die die Preisgelder zur Verfügung stellten: Altus, Musik Bertram, A. Braun, Doblinger, Werner Fischer, Harry Gosse, Flöten Haber (Powell), Hessischer Rundfunk, Wilhelm­Lutz­Verlag, Muramatsu Flutes, Pearl, Sankyo und Zimmermann­Verlag. Es ist der Deutschen Gesellschaft für Flöte und allen Flötistinnen und Flötisten zu wünschen, daß dieser Wettbewerb lange erhalten bleibt und im Laufe der Zeit, auch vielleicht unter aktiver Mithilfe ihrer Mitglieder, mit noch größeren Sponsorenmitteln ausgestattet wird, um eine längerfristige Vorbereitungsarbeit auf internationaler Ebene zu gewährleisten.

Dank den fleißigen Helfern, die für den ausgezeichneten Ablauf des Flöten Festival Frankfurt 2001 verantwortlich waren.

Christoph Haarmann (mittlerer Teil des Artikels), Cordula Hacke (Schlussteil) und Marco Lehmann-Waffenschmidt (erster Teil, Koordination und Redaktion)

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Erschienen in: Flöte aktuell 2/2001, Seite 11-17

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aktualisiert am Sonntag, 03. Dez. 2006 um 18:06:04 CET

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