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Flöte aktuell 3/2008 – Ausgewählte Artikel


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Zoltán Gárdonyi, Sonate für Flöte und Klavier

Eine bereichernde Erweiterung der Literatur für fortgeschrittene Schüler, aber auch für das Konzertrepertoire jedes Flötisten ist die bisher leider weniger bekannte Sonate für Flöte und Klavier von Zoltán Gárdonyi. Zoltán Gárdonyi (1906-1986) war nach seinem Studium bei Kodály in Budapest und Hindemith in Berlin lange Zeit Professor an der Hochschule für Musik „Franz Liszt“ in seiner Heimatstadt Budapest, wo er auch die Abteilung für protestantische Kirchenmusik leitete, bis diese im Jahr 1949 aus politischen Gründen aufgelöst wurde. 1972 wanderte er nach Deutschland aus und lebte dort mit seiner Familie bis zu seinem Tod am 27. Juni 1986 im westfälischen Herford. Das Gesamtwerk Gárdonyis umfasst einige Orchesterwerke, Chor- und Kammermusikkompositionen, vor allem aber eine Vielzahl an kirchenmusikalischen Werken. Außer einem Bläserquintett ist vor allem die Sonate für Flöte und Klavier interessant für uns Flötisten. Obwohl dieses Werk schon 1960 komponiert wurde, fand seine Uraufführung erst im Oktober des Jahres 2000 statt, was in zeitgeschichtlichem Zusammenhang steht: denn nicht nur die Flötensonate, sondern auch viele andere Werke Gárdonyis blieben unter dem Einfluss des sozialistischen Regimes in Ungarn seinerzeit völlig unbekannt. Aus dem gleichen Grund wurden auch nur wenige seiner Werke verlegt, weshalb die Sonate in der Uraufführung noch aus dem Original des Komponisten gespielt wurde.Den Erstdruck des Werkes hat der Sohn des Komponisten, Zsolt Gárdonyi, 2004 in der Edition Walhall herausgegeben (...).
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Mozart und die Flöte

Gedanken zur Aufführungspraxis seiner Flötenmusik
von MIRJAM NASTASI

Die Überschrift Mozart und die Flöte könnte man fast um ein weiteres Element ergänzen: Mozart, Mannheim und die Flöte; denn von den Werken, die Mozart für die Flöte geschrieben hat, sind die meisten in Mannheim entstanden – eine Tatsache, die bei einem Mozart-Symposium in Mannheim nicht unerwähnt bleiben darf. Ende Oktober 1777 reiste Wolfgang, ohne seinen Vater, aber zusammen mit seiner Mutter von Augsburg nach Mannheim, wo er – nach dem Eklat mit dem Salzburger Erzbischof Colloredo – sein Glück am Hofe des Kurfürsten Karl Theodor versuchen wollte, der im übrigen ein begeisterter Dilettant auf der Flöte war. Die vier Monate seines Mannheimer Aufenthalts wurden stark von neuen Bekanntschaften geprägt: Abgesehen von seiner großen Liebe für Aloysia Weber, von der noch die Rede sein wird, bestand ein enger Kontakt mit dem berühmten Flötisten des Mannheimer Orchesters, Johann Baptist Wendling. Die meisten Werke für die Flöte sind das Ergebnis dieser Freundschaft. In einem Brief vom 10./11. Dezember 1777 an seinen Vater schrieb Mozart, dass Wendling, der als Solist durch ganz Europa reiste, ihm einen Auftrag eines holländischen Amateur-Flötisten namens DeJean verschafft habe. DeJean war bereit, 200 Gulden für „zwei kleine, leichte und kurze Concertln und ein Paar quattro auf die Flöte“1 zu zahlen. Mozart schrieb auch das anspruchsvolle G-Dur Konzert KV 313 für DeJean. Sein Andante in C-Dur KV 315 wurde als Alternative für den 2. Satz geschrieben, der DeJean zu schwer war. Auch im 1. Satz sind die technischen Anforderungen für den Spieler – große Sprünge, großer Ambitus - für damalige Verhältnisse sehr hoch.(...).
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Die Brüder Franz und Karl Doppler

Ihr Leben und Wirken (von BENJAMIN MÜLLER)

Über die Brüder Franz und Karl Doppler war bisher außer einigen Einträgen in Lexika und einem zweiseitigen Text keine Literatur zu finden. Von András Adorján erfuhr ich, dass es in der Nähe von Wien noch einen direkten Nachfahren von Franz Doppler gibt, nämlich den Ururenkel von Franz Doppler, Professor Dr. Rudolf Schier. Er wohnt heute noch in Hinterbrühl (bei Mödling) in dem Haus, in dem sein Ururgroßvater damals lebte.
Auch der Nachlass von Franz Doppler ist in seinem Besitz. Darunter befindet sich unter anderem eine handgeschriebene Autobiographie von Franz Doppler „Aufzeichnungen aus meinem Leben und Wirken“. Anhand dieser Autobiographie habe ich versucht, sein Leben so genau wie möglich nachzuzeichnen. Alle Informationen zu Franz Dopplers Leben habe ich daher fast ausschließlich seiner Autobiographie entnommen und nur einige wenige Dinge hinzugefügt. Diese sind mit Fußnoten gekennzeichnet. Ebenso verhielt es sich bei der Autobiographie Karl Dopplers. (...).
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aktualisiert am Montag, 28. Jul. 2008 um 18:24:48 CEST

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